KYT (Know Your Transaction)
KYT steht für Know Your Transaction. Dabei werden Krypto-Transaktionen auf mögliche Risiken wie Betrug oder Geldwäsche geprüft.
Was ist KYT?
Ein KYT-System untersucht, woher Krypto-Assets stammen, wohin sie fließen und wie die Zahlungsströme verlaufen. Es kann auch nach auffälligen Mustern oder Adressen suchen, die als risikoreich eingestuft werden.
Viele Transaktionen sind auf einer öffentlichen Blockchain zu sehen. Dabei handelt es sich um ein digitales Register, in dem Transaktionen aufgezeichnet werden. Analyseunternehmen können dadurch Zahlungsströme zwischen Adressen verfolgen. Eine Adresse lässt sich jedoch nicht automatisch einer Person zuordnen.
Anbieter nutzen manchmal Regeln und Risikobewertungen, um Transaktionen für eine genauere Prüfung auszuwählen. Eine Warnung ist kein Beweis für eine Straftat. Die Daten können unvollständig oder fehlerhaft sein.
Ein Beispiel für KYT
Jemand zahlt Bitcoin auf eine Kryptobörse ein. Das KYT-System erkennt, dass die Absenderadresse möglicherweise mit einem bekannten Betrugsfall in Verbindung steht.
Die Börse kann die Einzahlung dann genauer untersuchen und nach der Herkunft der Bitcoin fragen. Die Warnung bedeutet nicht automatisch, dass diese Person etwas falsch gemacht hat.
Warum ist KYT in der Krypto-Branche wichtig?
Kryptobörsen und andere Krypto-Dienstleister können KYT nutzen, um Geldwäsche und Finanzkriminalität zu bekämpfen. Deshalb taucht der Begriff häufig in Berichten über gestohlene Krypto-Assets, Betrugsermittlungen und die Prüfung von Einzahlungen auf.
KYT kann auch im Zusammenhang mit Sanktionsrisiken und Datenschutzdebatten erwähnt werden. Werden Transaktionsdaten mit personenbezogenen Daten verknüpft, kann das Datenschutzrisiken bergen.
KYT stellt nicht automatisch die Identität einer Person fest und erkennt auch nicht jede illegale Transaktion. Vorgehensweise, Risikoschwellen und Folgemaßnahmen unterscheiden sich je nach Anbieter.