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Bitcoin-Monatscandle signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck im Juni

Die Monatsgrafik zeigt nach dem Rückgang von Bitcoin um 20 % im Juni auf unter 60.000 $ ein nahezu perfektes bearishes Marubozu. Technische Analysten werten das als Hinweis auf anhaltenden Verkaufsdruck und eine schwache Marktstimmung.

Bitcoin-Monatscandle signalisiert anhaltenden Verkaufsdruck im Juni

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin verlor im Juni 20 Prozent und fiel damit unter 60.000 Dollar. Es war die schwächste Monatsperformance seit Juni 2022.
  • Die Monatscandle wirkt wie ein nahezu perfektes Marubozu. Das spricht für klar dominierenden Verkaufsdruck und starkes Abwärtsmomentum.
  • Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag Bitcoin bei rund 58.600 Dollar. Analysten behalten eine mögliche Bodenzone zwischen 48.000 und 55.000 Dollar im Blick.

Bitcoin rutschte im Juni um 20 Prozent ab und fiel damit unter die Marke von $60.000 (€52.700). Das war die schwächste Monatsentwicklung seit Juni 2022. Besonders auffällig ist dabei die Monatscandle: Sie erinnert an ein fast perfektes Marubozu, also an eine große rote Kerze ohne sichtbare Wicks. In der Charttechnik gilt das als Hinweis darauf, dass der Verkaufsdruck den gesamten Monat über dominiert hat.

Was die Candle zeigt

Eine Candlestick bündelt vier Kursdaten eines Zeitraums: Eröffnung, Schlusskurs, Hoch und Tief. Der Kerzenkörper zeigt die Bewegung zwischen Open und Close, während die Wicks sichtbar machen, wie weit der Kurs zwischenzeitlich nach oben oder unten ausgeschlagen ist.

Bei Bitcoin war dieser Wechsel zwischen Käufern und Verkäufern im Juni kaum zu erkennen. Der Kurs startete am 1. Juni, gab dann fast durchgehend nach und schloss am 30. Juni auf dem Monatstief. Genau das macht die Candle so schwach: Es gab weder eine nennenswerte Erholung noch eine klare Zurückweisung tieferer Kursniveaus.

Warum das bearish wirkt

Trader bezeichnen ein solches Muster als Marubozu, also als Candle mit vollem Körper und ohne oder nur mit sehr kleinen Schatten. In der technischen Analyse wird ein bearishes Marubozu häufig als Zeichen für starkes Abwärtsmomentum gewertet, weil Käufer kaum eine Gegenbewegung aufbauen konnten.

Hinzu kommt, dass der Juni historisch kein besonders starker Monat für Bitcoin ist. Im Durchschnitt fällt die Rendite in diesem Zeitraum leicht negativ aus, was die aktuelle Schwäche zusätzlich unterstreicht. Die Kombination aus dem deutlichen Rückgang und den fehlenden Wicks lässt die Monatsgrafik deshalb besonders bearish wirken.

Was das für den Markt bedeutet

Für europäische Krypto-Anleger ist das vor allem deshalb relevant, weil Monatsgrafiken oft mehr über den übergeordneten Trend aussagen als einzelne Tagesbewegungen. Eine Candle wie diese kann darauf hindeuten, dass die Stimmung am Kryptomarkt weiter fragil bleibt, vor allem wenn sich der Kurs in der Nähe wichtiger Unterstützungen bewegt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notierte Bitcoin bei rund $58.600 (€51.400). Analysten, die bereits zuvor mit einer tieferen Korrektur gerechnet hatten, behalten häufig eine Zone zwischen $48.000 (€42.100) und $55.000 (€48.300) als mögliche Bodenzone im Blick. Das hängt allerdings davon ab, wie sich der Markt in den kommenden Wochen entwickelt. In die breitere Debatte über einen möglichen Bruch nach unten passt auch, dass ein Analyst sogar auf eine deutlich niedrigere Zielzone hinweist, falls die aktuelle Spanne unterschritten wird.


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