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Bitcoin- und Ether-ETFs verlieren 111 Millionen Dollar nach Enttäuschung über Zinssenkungen

US-Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs verzeichneten zusammen 111 Millionen Dollar Abflüsse nach dem strafferen Fed-Kurs. Anleger warten jetzt auf neue Signale zu Zinsen und Risikobereitschaft.

Bitcoin- und Ether-ETFs verlieren 111 Millionen Dollar nach Enttäuschung über Zinssenkungen

Wichtigste Erkenntnisse

  • US-Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs verzeichneten nach dem Zinsentscheid der Federal Reserve zusammen 111 Millionen Dollar an Abflüssen.
  • Bitcoin-Fonds verloren 82 Millionen Dollar und Ether-Fonds 29 Millionen Dollar; BlackRocks IBIT und ARKB gehörten zu den größten Verlierern.
  • Die Fed ließ die Zinsen bei 3,50% bis 3,75% und dämpfte die Erwartungen an Zinssenkungen, was den Kryptomarkt unter Druck setzte.

Die jüngste Erholungsrally im Kryptomarkt scheint an Schwung zu verlieren, nachdem US-Spot-Bitcoin- und Ether-ETFs zusammen 111 Millionen Dollar (€95,8 Millionen) an Abflüssen verzeichnet haben. Diese Bewegung folgt auf den Zinsentscheid der Federal Reserve, der die Hoffnungen auf Zinssenkungen gedämpft hat.

Auswirkungen des Zinsentscheids auf die ETF-Ströme

Am Mittwoch verloren Bitcoin-Fonds 82 Millionen Dollar (€70,7 Millionen), während bei Ether-Fonds 29 Millionen Dollar (€25 Millionen) abflossen, wie Daten von SoSoValue zeigen. Die Abflüsse bei Bitcoin waren breit angelegt, unter anderem verzeichnete BlackRocks IBIT 31 Millionen Dollar (€26,7 Millionen) an Abflüssen und ARKB 44 Millionen Dollar (€38 Millionen) Rückgang. Auch alle Ether-Fonds schlossen im Minus. Die Federal Reserve ließ die Zinsen wie erwartet bei 3,50% bis 3,75%, stellte die Aussichten aber deutlich strenger dar. Die Medianprognose sieht nun einen Leitzins von 3,8% Ende 2026 vor, höher als die 3,4% im März, und neun der achtzehn Entscheidungsträger rechnen sogar mit einer Zinserhöhung in diesem Jahr. Das passt zum breiteren Bild eines strafferen Fed-Kurses, bei dem höhere Zinsen die Nachfrage nach riskanten Assets belasten.

Veränderte makroökonomische Rahmenbedingungen

Der Kryptomarkt reagierte direkt auf die veränderte Geldpolitik. Während zuvor Zinssenkungen erwartet wurden, die die Kryptopreise gestützt hätten, richtet sich der Blick nun auf mögliche Erhöhungen. Das hat dazu geführt, dass die gesamte Marktwert seit Dienstag um die 2,26 Billionen Dollar (€1,9 Billionen) schwankt. Bitcoin notiert aktuell bei rund 63.800 Dollar (€55.000) und liegt damit mitten im Bereich der jüngsten Anstiege. Die veränderte Stimmung hängt auch damit zusammen, dass höhere Zinsen die Attraktivität von nicht verzinslichen Assets wie Bitcoin und Ether verringern. Anleger könnten sich dadurch eher für Anlagen mit Ertrag entscheiden, etwa Staatsanleihen.

Relevanz für europäische Kryptoanleger

Die Entwicklungen in den USA können auch für europäische Anleger relevant sein, da die globale Geldpolitik und das institutionelle Interesse an ETFs Einfluss auf den weltweiten Kryptomarkt haben. Die gesunkene Nachfrage nach Spot-ETFs und das veränderte Zinsumfeld könnten auch in Europa die Stimmung und die Liquidität beeinflussen, vor allem für Anleger, die über regulierte Fonds Exposure suchen. Es bleibt abzuwarten, ob die ETF-Nachfrage in den kommenden Monaten zurückkommt, auch abhängig von künftigen Zinsentscheidungen und makroökonomischen Signalen.


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