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Bitcoin hält sich trotz CLARITY-Act-Verschiebung über 65.000 $

Spot-ETFs verzeichnen weiter Zuflüsse, und ein schwächerer Dollar stützt den Kurs, während der Senat den CLARITY Act erst im September weiter behandelt.

Bitcoin hält sich trotz CLARITY-Act-Verschiebung über 65.000 $

Wichtigste Erkenntnisse

  • Bitcoin notierte am Montag bei rund 65.200 $ und lag damit auf Wochensicht 3,7 % im Plus, obwohl der US-CLARITY Act vor der Sommerpause nicht mehr verabschiedet wurde.
  • Auch der breitere Kryptomarkt legte zu. Spot-ETFs verbuchten mehrere Tage in Folge Zuflüsse, während ein schwächerer Dollar zusätzlich stützte.
  • Michael Saylor stützte die Stimmung mit einem Post zu Strategy. Der Markt richtet den Blick nun vor allem auf Zuflüsse, den Dollar und den September.

Bitcoin hielt sich am Montag bei rund 65.200 $ (56.500 €) und lag damit 3,7 % über dem Stand der Vorwoche. Trotz der politischen Verzögerung in Washington blieb die größte Krypto damit nahe am oberen Bereich des Marktes, nachdem der US-amerikanische Senat den CLARITY Act vor der Sommerpause nicht mehr durchgebracht hatte.

Der Markt reagiert gelassen auf die Verschiebung im Senat

Der jüngste Anstieg baut auf der Erholung vom Tief Anfang August bei rund 62.000 $ (53.700 €) auf. Auch der übrige Kryptomarkt zeigte sich fester: Ether lag bei rund 1.925 $ (1.670 €), während auch BNB, Solana und TRON auf Wochensicht zulegten.

Am Freitag kam der Senat zwar auf 51 der 60 nötigen Stimmen für den CLARITY Act, verfehlte damit aber die erforderliche Schwelle. Die weitere Behandlung wurde deshalb auf frühestens den 14. September verschoben. Das Gesetz soll mehr Klarheit bei Klassifizierung, Steuern und Compliance im Krypto-Sektor schaffen, doch der Markt schien die Verzögerung bereits weitgehend eingepreist zu haben.

Flows sind derzeit wichtiger als Schlagzeilen

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern kommt die aktuelle Nachfrage vor allem aus den Zuflüssen und weniger aus politischen Meldungen. Spot-ETFs verzeichneten mehrere Tage in Folge Nettozuflüsse, während der schwächere Dollar nach dem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht das makroökonomische Umfeld etwas entspannte, das Bitcoin in diesem Sommer belastet hatte.

Diese Mischung macht den Kurs derzeit weniger anfällig für Verzögerungen in Washington. Für europäische Kryptonutzer ist das relevant, weil es zeigt, dass US-ETF-Ströme und Konjunkturdaten weiterhin mehr Gewicht haben können als eine einzelne Beratungsrunde im Senat.

Saylor hält die Stimmung hoch

Auch Michael Saylor trug am Wochenende zur positiven Stimmung bei, als er auf Strategy's Bitcoin-Buy-Chart mit dem Hinweis "Doing business" postete. Das kam einige Tage, nachdem das Unternehmen gemeldet hatte, rund 1.638 BTC verkauft zu haben, um Buybacks zu finanzieren. Am Markt wurde das teils als möglicher Vorlauf für einen neuen Kauf interpretiert.

Strategy hat in jüngster Zeit bereits mehr als 10.000 BTC zugekauft. Das unterstreicht das anhaltende institutionelle Interesse an Bitcoin. Kurzfristig richtet sich der Blick des Marktes aber vor allem auf Zuflüsse, Bewegungen beim Dollar und den nächsten politischen Termin im September.

Auch die Rolle institutioneller Allokationen wird stärker beobachtet. Eine jüngere Analyse zur langfristigen Nachfrage zeigte, wie institutionelle Zuflüsse selbst bei kleinen Allokationen großer Anleger die Bitcoin-Nachfrage auf längere Sicht stützen können.


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