BlackRock-ETF: Angriff auf Bitcoin?
Viele Anleger jubeln der ETF-Anfrage von BlackRock zu.

Viele Anleger jubeln dem ETF-Antrag von BlackRock zu. Andere bleiben vorsichtig und wittern eine Verschwörung gegen Bitcoin. Das steckt dahinter.
BlackRocks Bitcoin-Spot-ETF: ein Retter für den Kryptomarkt? Denn der weltweit größte Vermögensverwalter könnte die Marktkapitalisierung von Bitcoin auf ein neues Hoch katapultieren. Aber wenn es nach manchen Bitcoinern geht, bringt so ein mächtiger Akteur auch Risiken für die digitale Währung und ihr Netzwerk mit sich. Viele stellen die Frage: Ist BlackRocks ETF ein Angriff auf Bitcoin?
In einem langen Post Beitrag auf X ansehen. Als ersten vermeintlichen Beleg nennt er, so sagt es der Autor, der ETF-Antrag von BlackRock selbst. Darin erläutert der Vermögensverwalter, welche Folgen Erben für Investoren hätte, falls es zu einer potenziellen Bitcoin-Fork kommen sollte.
BlackRock wird nach eigenem Ermessen entscheiden, welches Netzwerk als geeignetes Netzwerk betrachtet wird. Es gibt keine Garantie, dass BlackRock das digitale Asset letztendlich als wertvollste Fork auswählt.
Dieser Text wirft viele Fragen bei Bitcoin-Anhängern auf: „Warum sollte BlackRock im Fall einer Hard Fork nicht die wertvollste Bitcoin-Fork unterstützen? Wird BlackRock die Fork selbst erstellen und Investoren in ihrer Kette zwingen?“ Einige Beitrag auf X ansehen sehen die Bitcoin-ETF mit einem Trojanischen Pferd. Mit anderen Worten: BlackRock hilft, den BTC-Preis anzukurbeln und zerstört danach das Netzwerk. Was steckt dahinter?
BlackRock-Angriff: nur eine Verschwörungstheorie?
Dass Bitcoin-Anhänger kritisch gegenüber dem BlackRock-ETF sind, überrascht nicht. Der Vermögensverwalter ist schließlich ein zentral gesteuerter Akteur auf dem globalen Finanzmarkt. Noch dazu ist BlackRock-CEO Larry Fink Mitglied des Weltwirtschaftsforums (WEF) – und das Forum kritisiert Bitcoin ständig. Zufall? Für @BTC_Culture nicht. Zwei weitere Akteure im Komplott: Ripple und Präsident Biden, ebenfalls mit Verbindungen zum WEF. Beide Parteien setzen sich wegen Energieverbrauchs ein und haben in der Vergangenheit Schritte dagegen unternommen, zum Beispiel mit einer Aktion von Greenpeace.
Die Schlussfolgerung aus all diesen vermeintlichen Verbindungen: BlackRock versucht, Bitcoin zu einer Proof-of-Stake (POS) Kryptowährung zu machen. Um sicher zu gehen: Die bereits bestehende Bitcoin-POS ist kläglich gescheitert. Aber mit dem Einfluss des weltweit größten Vermögensverwalters könnte das Projekt funktionieren, so die Theorie. Laut dem Vorschlag hätten ETF-Investoren ohnehin kein Stimmrecht. Also könnte BlackRock einen Bitcoin-Hard-Fork starten, mit Geld von vielen großen Instituten, und daraus eine POS-Kryptowährung machen.
Die Menge bleibt das Sagen
Fehler, so funktioniert Bitcoin nicht. Proof of Work ist eine Funktion, kein Fehler. Gerade weil Bitcoin nicht über POS läuft, hat jeder Netzwerkteilnehmer die gleiche Stimmrechte. Ein Node-Betreiber hat so viel Einfluss auf die Entscheidung wie die mächtigste Finanzinstitution der Welt.
Das ist nicht nur Theorie, sondern Fakt. Ein Beispiel: Der Blockgrößenkonflikt. Damals gab es viel Kritik am langsamen Bitcoin-Netzwerk. Um skaliert zu werden, plante man, die Blockgröße von ursprünglich einem auf acht Megabyte zu erhöhen. Diese Idee wurde vor allem von großen Akteuren wie Blockstream, Bitmain und Coinbase getragen, aber auch von vielen Minern. Schließlich entschied die Mehrheit des Netzwerks dagegen. Die einzelnen Node-Betreiber argumentierten, dass die Datenlast mit der größeren Blockgröße zu hoch wird und das Netzwerk stärker zentralisiert würde. Aus der Uneinigkeit entstand Bitcoin Cash – ein gescheiterter Versuch, Bitcoin zu verändern.
Ob die Verschwörungstheorie, dass BlackRock Bitcoin von innen heraus angreifen könnte, wahr ist oder nicht: Macht bleibt dezentral verteilt. Das Netzwerk wählt unweigerlich die richtige Version. Und: Für Bitcoin-Anhänger ist eine Änderung des Konsensmechanismus ohnehin kaum vorstellbar. Bitcoin ist eben kein Bitcoin ohne Proof of Work.