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Ethereum-Wale kaufen weiter zu, während die ETF-Zuflüsse zurückkehren

Glassnode sieht mehr Whale-Adressen, während US-Spot-Ethereum-ETFs wieder Nettozuflüsse zeigen. Trotzdem bremst die schwache Netzwerknutzung einen überzeugenden Ausbruch über 2.000 US-Dollar aus.

Ethereum-Wale kaufen weiter zu, während die ETF-Zuflüsse zurückkehren

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ethereum notiert bei rund 1.963 $ und liegt damit 4,3% über dem Stand von vor 24 Stunden, während Wale weiter ETH aufkaufen.
  • Glassnode sieht die Zahl der Whale-Adressen mit 1.000 bis 10.000 ETH nach dem Rückgang Anfang Juni wieder auf etwa 4.850 steigen.
  • US-Spot-Ethereum-ETFs verbuchten in der Woche bis zum 24. Juli in der dritten Woche in Folge Nettozuflüsse von 103,9 $ Millionen.

Ethereum-Wale stocken ihre Bestände weiter auf, während ETH bei rund 1.963 $ (1.720 €) handelt und damit 4,3% höher liegt als vor 24 Stunden. Mehrere On-Chain-Daten sprechen für eine erneute Akkumulation, zwei Wochen nachdem Ethereum seine langfristige fallende Trendlinie nach oben verlassen hat. Parallel dazu sind die US-amerikanischen Spot-Ethereum-ETF-Zuflüsse wieder ins Plus gedreht. Ein wichtiger Bestätigungsfaktor fehlt jedoch noch: Die Netzwerknutzung zieht bislang nicht überzeugend an.

Wale bauen weiter auf

Glassnode erfasst die Zahl der Whale-Adressen mit einem Bestand zwischen 1.000 und 10.000 ETH. Dieser Wert fiel Anfang Juni auf rund 4.750 Adressen und hat sich seitdem wieder in Richtung 4.850 erholt. Auch die 30-Tage-Veränderung blieb im Juli überwiegend positiv. Das spricht eher für anhaltende Käufe als für eine kurzfristige Gegenbewegung.

Der Zeitpunkt ist dabei nicht unwichtig. Im Oktober 2025 stieg die Zahl der Wale genau dann, als ETH nahe am Rekordhoch gehandelt wurde, bevor die Rally rasch an Schwung verlor. Diesmal kaufen große Halter näher an den Jahrestiefs. Den Daten zufolge haben neue Wallets Mitte Juli zudem 50.000 ETH erworben, während die ETH/BTC-Ratio um 6% gestiegen ist. Das deutet auf eine breitere Bewegung gegenüber Bitcoin hin, wobei die ETH/BTC-Ratio wieder an Momentum gewonnen hat.

ETF-Geld fließt wieder hinein

Die Zuflüsse in US-Spot-Ethereum-ETFs haben sich im Juli nach rund acht Wochen mit überwiegend Abflüssen wieder gedreht. In der Woche bis zum 24. Juli verzeichneten die Fonds zum dritten Mal in Folge Nettozuflüsse, diesmal in Höhe von 103,9 $ Millionen (91,2 € Millionen). Das passt zu einem erneuten Interesse institutioneller Anleger, auch wenn die Größenordnung im Vergleich zu den Tagen mit 600 $ Millionen (527 € Millionen) bis 1 $ Milliarde (0,9 € Milliarden) im August 2025 eher moderat bleibt.

Die Einführung von Spot-Ethereum-ETFs in den USA im Jahr 2024 verschaffte professionellen Anlegern einen regulierten Zugang zu ETH und veränderte damit die Marktstruktur spürbar. Zusammen mit Ethereums Proof-of-Stake-Modell, bei dem ein großer Teil der ETH im Staking gebunden ist, kann zusätzlicher Kaufdruck größerer Marktteilnehmer relativ schnell auf die verfügbare Liquidität durchschlagen. Auch das Netzwerkbild bleibt dabei relevant: Laut Bitwise sind die Gebühren zwar gesunken, Transaktionen und Staking haben jedoch weiter zugelegt.

Was das für ETH bedeutet

Für europäische Krypto-Anleger ist vor allem die Kombination aus Whale-Akkumulation und zurückkehrenden ETF-Zuflüssen interessant. Historisch gingen Phasen mit klaren Aufstockungen durch große Halter häufiger kräftigen Kursbewegungen voraus, auch wenn das keine Garantie für eine Fortsetzung ist. Solange die aktiven Adressen nicht nachziehen, bleibt das Bild gemischt und ein Ausbruch über 2.000 $ (1.760 €) ist noch nicht eindeutig bestätigt.

Im Tageschart hält sich ETH seit zwei Wochen oberhalb der gebrochenen Trendlinie. Ein überzeugender Schlusskurs über 2.000 $ (1.760 €) könnte den Weg in die 0,618-Fibonacci-Zone bei rund 2.438 $ (2.140 €) öffnen. Sollte dieser Schritt ausbleiben, bleibt ein Rücksetzer auf 1.754 $ (1.540 €) oder sogar in den Bereich um 1.600 $ (1.400 €) möglich. Das sinkende Volumen während der Erholung passt zwar zu einer Akkumulationsphase, zeigt aber zugleich, dass der Markt die Bewegung noch bestätigen muss.


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