FTX kompensiert Gläubiger mit über 800 Millionen Dollar
Gläubiger der insolventen Krypto-Börse FTX können auf weitere Entschädigungen hoffen.

Gläubiger der insolventen Krypto-Börse FTX können auf weitere Entschädigungen hoffen. Eine Insolvenzgericht hat FTX Trading Ltd. angewiesen, den Verkauf von Anteilen am Grayscale Bitcoin Trust zu genehmigen. Im Oktober betrug der Wert des Trusts 744 Millionen Dollar, laut Gerichtsdokumenten. Der aktuelle Wert beträgt 873 Millionen Dollar. Der Verkauf sollte in mehreren Tranchen erfolgen, um den Markt nicht zu beeinflussen.
"Die Debitori handeln und verkaufen die Vermögenswerte des Trust ausschließlich über einen Vermögensverwalter gemäß einer gerichtlich genehmigten Vereinbarung über Vermögensdienstleistungen," so das Gerichtsdokument. Der Verkauf erfolgt daher "over-the-counter (OTC) oder an Börsen".
FTX beantragte letztes Jahr Insolvenz, nachdem die Krypto-Börse nicht in der Lage war, ausstehende Verbindlichkeiten zu begleichen. Der ehemalige Vorsitzende Sam Bankman-Fried wurde der Schuld schuldig gesprochen in mehreren Anklagen. Die Strafe soll voraussichtlich nächstes Jahr bekanntgegeben werden. Die Gesamtbeträge der veruntreuten Mittel werden auf rund 8,7 Milliarden Dollar geschätzt. Die Konkursverwalter haben bereits sieben Milliarden US-Dollar eingezogen, davon 3,4 Milliarden in Kryptowährungen.
Laut dem Konkursverwalter sollten ehemalige Kunden bis zu 90 Prozent ihrer Guthaben zurückerhalten. Unterdessen überwachen US-Aufsichtsbehörden weiter den Kryptomarkt. Nach FTX und Binance, das sich mit einer Abfindung von 4,3 Milliarden US-Dollar freigekauft hat, rückt nun auch die Krypto-Börse Bybit ins Visier. Die Commodity Futures Trading Commission hat Bybit kürzlich eine Klage zugestellt. Der Verdacht: Die Börse könnte in den USA illegal operieren. Die Behörde könnte ein Gerichtsverfahren gegen Bybit vorbereiten.