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Ionic Digital legt bei Nasdaq-Debüt nach KI-Deal um 25 % zu

Die Direct Listing bewertete den Ex-Celsius-Miner mit rund 2,75 Milliarden $, während ein zehnjähriger KI-Vertrag mit Nscale die Verschiebung hin zu Datacenter-Umsätzen unterstreicht.

Ionic Digital legt bei Nasdaq-Debüt nach KI-Deal um 25 % zu

Wichtigste Erkenntnisse

  • Ionic Digital legte bei seinem Nasdaq-Debüt um mehr als 25 % zu, von 50 $ auf fast 63 $, was einer impliziten Bewertung von rund 2,75 Milliarden $ entspricht.
  • Das Unternehmen ging aus der Insolvenz von Celsius Network hervor und kam per Direct Listing an die Börse, ohne frisches Kapital aufzunehmen.
  • Ionic vermietet eine große Anlage in Texas an Nscale für KI-Infrastruktur, während das Unternehmen an vier Standorten weiter Bitcoin mined.

Ionic Digital ist am Dienstag bei seinem Nasdaq-Debüt um mehr als 25 % gestiegen. Der Kurs kletterte vom Eröffnungspreis von 50 $ (44 €) auf fast 63 $ (55 €). Auf dieser Basis kommt der Bitcoin-Miner auf eine implizite Bewertung von rund 2,75 Milliarden $. Der Börsengang erfolgte per Direct Listing, sodass das Unternehmen kein neues Kapital eingesammelt hat.

Von Celsius zur Börse

Ionic Digital entstand im Januar 2024 aus der Insolvenz von Celsius Network. Damals übernahm das Unternehmen den Großteil der Bitcoin-Mining-Ausrüstung von Celsius Mining sowie rund 195 Millionen $ (172 Millionen €) in Cash und 540 BTC. Für die Gläubiger von Celsius bedeutet die Notierung, dass sie nun einen handelbaren Anteil statt einer privaten Forderung halten.

Der Börsengang fügt sich in eine breitere Neuausrichtung des Unternehmens ein. Hut 8 betrieb die Mining-Standorte zunächst auf Basis einer vierjährigen Vereinbarung aus Februar 2024, doch Ionic übernahm diese Zusammenarbeit weniger als ein Jahr später selbst. Hut 8 behielt zwar eine Minderheitsbeteiligung und hat in diesem Jahr bereits von ähnlichen KI-Deals profitiert.

Mehr Fokus auf KI-Infrastruktur

Ionic vermietet seine Cedarvale-Anlage in West Texas mit einer Kapazität von 234 Megawatt inzwischen an den KI-Cloud-Anbieter Nscale. Der Vertrag läuft über zehn Jahre und umfasst rund 2 Milliarden $ (1,8 Milliarden €) an zugesicherten Umsätzen; eine Anpassung im Februar könnte diesen Wert auf 2,6 Milliarden $ (2,3 Milliarden €) erhöhen. Parallel dazu mined das Unternehmen an vier Standorten in Midland, Texas, weiterhin Bitcoin.

Im Mai produzierte Ionic knapp 25 BTC und hielt zusätzlich ein Treasury von 2.861 BTC. Je mehr Kapazität an KI-Kunden vergeben wird, desto eher dürfte diese Produktion zurückgehen. Für Anleger ist die Notierung damit vor allem im Spannungsfeld zwischen Bitcoin-Mining und KI-Infrastruktur interessant, eine Kombination, die auch bei Unternehmen wie Hut 8, TeraWulf und IREN immer häufiger zu sehen ist.

Die Entwicklung passt zu einem breiteren Markttrend, bei dem Miner ihre Strom- und Rechenzentrumskapazitäten zunehmend an KI-Kunden vermieten. Auch Riot verkauft erneut Bitcoin für KI-Datacenter zeigt, dass dieser strategische Kurswechsel bereits seit einiger Zeit läuft.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Anleger zeigt diese Notierung, wie Miner ihre Erlösbasis verbreitern wollen, um nicht allein von der volatilen Bitcoin-Preisentwicklung abhängig zu sein. Der Schritt von Ionic dürfte auch für den breiteren Markt rund um Datacenter und KI-Hosting relevant sein, weil langfristige Verträge bei der Bewertung von Krypto-Unternehmen an Bedeutung gewinnen. Gleichzeitig bleibt die Abhängigkeit von Bitcoin bestehen, sodass sich das Unternehmen nicht vollständig vom Kryptomarkt löst.


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