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Mirae macht aus Korbit eine neue digitale Investmentplattform

Mirae Asset will Korbit zu Digital X umbauen, mit Research, Bildung und tokenisierten Assets neben dem Krypto-Handel. Der Schritt fällt zusammen mit strengeren südkoreanischen Regeln für große Anteilseigner.

Mirae macht aus Korbit eine neue digitale Investmentplattform

Wichtigste Erkenntnisse

  • Mirae Asset will Korbit zu Digital X umbauen, einer intelligenten Investmentplattform für Research, Bildung und digitale Assets.
  • Der Konzern will ein Ökosystem aufbauen, in dem Real-World Assets, Security Token Offerings, Stablecoins und traditionelle Assets zusammenkommen.
  • Mirae Asset Consulting hat seinen Anteil an Korbit auf 97,15 Prozent erhöht, während Südkorea möglicherweise eine Eigentumsobergrenze von 20 Prozent prüft.

Mirae Asset will Korbit offenbar deutlich breiter aufstellen als nur als klassische Krypto-Exchange. Nach Angaben der südkoreanischen Finanzgruppe soll die Plattform, die künftig Digital X heißen soll, zu einer intelligenten Investmentplattform werden, auf der Research, Bildung und digitale Assets zusammenlaufen.

Von der Exchange zur Plattform

Die geplante Umbenennung ist Teil einer größeren Strategie. Mirae will ein Ökosystem schaffen, in dem Real-World Assets, Security Token Offerings, Stablecoins, traditionelle Assets und digitale Assets miteinander verknüpft werden. Digital X soll damit nicht nur Handelsplatz sein, sondern eher eine Infrastrukturschicht für ein breiteres Anlageumfeld.

Bemerkenswert ist dieser Ansatz vor allem in Südkorea, wo der Kryptomarkt stark konzentriert ist. Upbit und Bithumb vereinen zusammen rund 96 Prozent des Handelsvolumens auf sich, während Korbit im Heimatmarkt auf weniger als 1 Prozent kommt. Gegründet wurde Korbit 2013. Die Plattform war die erste Krypto-Exchange in Südkorea und zugleich die erste Bitcoin-Won-Handelsplattform weltweit.

Mirae betont, es gehe nicht darum, die größeren Wettbewerber einzuholen, sondern um ein nachhaltiges Wachstum des Sektors. Das Unternehmen will seine internationale Anlageerfahrung mit den digitalen Asset-Fähigkeiten von Korbit verbinden und verweist dabei auch auf die konsequente Einhaltung von AML-, KYC- und Standards zur Betrugserkennung.

Regeln und Eigentum

Die Übernahme ist inzwischen abgeschlossen. Mirae Asset Consulting hat seinen Anteil an Korbit im Juli 2026 von 92,06 Prozent auf 97,15 Prozent erhöht und ist damit zum größten Anteilseigner der Exchange geworden. Zuvor hatte die südkoreanische Fair Trade Commission den Schritt genehmigt.

Gleichzeitig richtet sich der Blick in Seoul auf mögliche neue Vorgaben. Die südkoreanische Regierung erwägt in der Digital Asset Basic Act Phase 2 eine Eigentumsobergrenze von 20 Prozent für große Anteilseigner an heimischen Krypto-Exchanges. Für Konzerne wie Mirae könnte das relevant werden, weil eine solche Grenze direkt beeinflussen würde, wie Kontrolle und Konsolidierung in der Branche organisiert sind.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Interessierte zeigt dieser Deal, wie schnell traditionelle Finanzgruppen ihre Rolle im Krypto-Sektor neu definieren. Neben dem Handel rücken zunehmend auch Research, Compliance und tokenisierte Assets in ein gemeinsames Modell. Das spricht dafür, dass die nächste Phase des Sektors weniger von einzelnen Exchanges und stärker von integrierten Investmentplattformen geprägt sein könnte.

Auch in anderen Teilen Asiens verfolgen große Finanzgruppen einen ähnlichen Ansatz: SBI erweitert sich mit Coinhako im asiatischen Krypto-Aufbau hatte bereits gezeigt, wie ein regionaler Anbieter Exchanges, Tokenisierung und Stablecoins in einer digitalen Asset-Strategie zusammenführen will.


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