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Peter Schiff sieht Bitcoin auf dem Weg zum nächsten Crash

Schiff nimmt Strategy von Michael Saylor ins Visier, das mit 847.000 BTC der größte börsennotierte Bitcoin-Halter ist. Er warnt, dass Aktienfinanzierung und mögliche Verkäufe den Kurs weiter belasten könnten.

Peter Schiff sieht Bitcoin auf dem Weg zum nächsten Crash

Wichtigste Erkenntnisse

  • Peter Schiff warnt, dass Bitcoin auf 20.000 $ zurückfallen könnte, und sagt, dass sich Anleger, die jetzt nicht verkaufen, später darüber ärgern werden.
  • Er kritisiert Strategy, weil das Unternehmen 450 Millionen $ über einen Aktienverkauf eingesammelt und drei Wochen lang kein Bitcoin gekauft hat.
  • Laut Schiff könnte ein Bruch unter 58.000 $ den Kurs in Richtung unter 50.000 $ und am Ende auf 30.000 $ bis 20.000 $ drücken.

Peter Schiff hat erneut gegen Bitcoin und Michael Saylor ausgeteilt. Der Ökonom hält einen Rückgang auf 20.000 $ (17.500 €) für möglich, also fast 70 Prozent unter dem aktuellen Niveau, und meint, dass Anleger einen Ausstieg jetzt später bereuen könnten.

Kritik an Strategy

Im Zentrum seiner Kritik steht vor allem Strategy, das Vehikel, über das Saylor inzwischen mehr als 847.000 Bitcoin aufgebaut hat. Damit ist das Unternehmen der größte öffentliche Halter der Kryptowährung. In seinem Podcast kritisierte Schiff die jüngste Finanzierungsentscheidung des Unternehmens. Nach dem Verkauf von 3.588 BTC in der vergangenen Woche habe Strategy drei Wochen in Folge keine Bitcoin gekauft, gleichzeitig aber über den Verkauf von Stammaktien 450 Millionen $ (395 Millionen €) eingesammelt.

Aus Schiffs Sicht bedeutet das eine unnötige Verwässerung für die Aktionäre, zumal die Aktie von Strategy mit einem deutlichen Abschlag zum Bitcoin-Bestand gehandelt wird. Das Unternehmen hat seine Cash-Position dadurch auf 3 Milliarden $ (2,6 Milliarden €) erhöht, während der Kritiker meint, es hätte lieber auf eigene Reserven zurückgreifen sollen, statt neues Kapital über den Markt aufzunehmen.

Warum Schiff bearish bleibt

Schiff argumentiert, dass Saylor in einer schwierigen Lage steckt. Sollte Strategy tatsächlich Bitcoin verkaufen, könnte das den Kurs aus seiner Sicht zusätzlich belasten. Gleichzeitig geht er davon aus, dass der Markt bereits erkennt, wie schwer ein größerer Verkauf überhaupt umzusetzen wäre. Auch ohne einen solchen Schritt könnte der Druck auf Bitcoin daher weiter zunehmen.

Der Ökonom verweist dabei auf einen Bereich mit Widerstand bei 65.000 $ (57.000 €) und Unterstützung bei 58.000 $ (50.900 €). Ein Bruch unter diese Zone könnte seiner Einschätzung nach den Weg zu Kursen unter 50.000 $ (43.800 €) öffnen, mit einem möglichen Boden zwischen 30.000 $ (26.300 €) und 20.000 $ (17.500 €).

Bemerkenswert ist allerdings, dass Bitcoin zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bei rund 64.724 $ (56.700 €) notiert und in der vergangenen Woche fast 5 Prozent zugelegt hat. Schiff räumte zudem ein, dass er Bitcoin vor 15 Jahren hätte kaufen sollen, es ihm aber nichts ausmacht, die Rally der vergangenen fünf Jahre verpasst zu haben.

Was das für Anleger bedeutet

Die Debatte berührt eine breitere Frage, die auch für europäische Kryptonutzer relevant ist: Wie tragfähig ist das Corporate-Bitcoin-Modell, wenn Finanzierung über Aktien oder Schulden teurer wird? Strategy hat seine Käufe in der Vergangenheit unter anderem mit wandelbaren Schulden und Vorzugsaktien finanziert. Dadurch sind Bilanz und Marktbewertung direkt Teil der Bitcoin-Story geworden.

Damit ist der Fall Strategy mehr als nur ein Schlagabtausch zwischen einem bekannten Bitcoin-Kritiker und einem prominenten Befürworter. Für den Kryptomarkt zeigt er, dass Anleger nicht nur auf die Münze selbst achten, sondern auch darauf, wie große Unternehmen ihre Positionen weiter finanzieren. Dieses Spannungsfeld spielt auch in der jüngsten Diskussion über Strategy’s Dollarreserve und Bitcoin-Position eine Rolle, wo das Unternehmen betonte, dass es seine BTC-Bestände unangetastet ließ, während der Kassenpuffer erhöht wurde.


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