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Second Circuit macht SBF-Berufung endgültig zunichte

Das US-Berufungsgericht macht die Verurteilung wegen Betrugs und Geldwäsche rund um FTX nun endgültig. Nur ein möglicher Schritt zum Supreme Court könnte das noch ändern.

Second Circuit macht SBF-Berufung endgültig zunichte

Wichtigste Erkenntnisse

  • Das US-Berufungsgericht im Second Circuit hat am 4. August 2026 das judgment mandate im Fall von Sam Bankman-Fried erlassen.
  • Damit ist seine Berufung formal abgeschlossen und die Verurteilung wegen FTX-Betrugs sowie die Haftstrafe von 25 Jahren bleiben bestehen.
  • Der Fall bleibt für die Kryptobranche relevant, weil er Auswirkungen auf Aufsicht, Governance und den Umgang mit Kundengeldern hat.

Das US-Berufungsgericht im Second Circuit hat am 4. August 2026 das offizielle judgment mandate im Verfahren gegen Sam Bankman-Fried veröffentlicht. Damit ist seine Berufung nun formal beendet. Das Urteil vom 12. Juni bleibt damit in Kraft, einschließlich der Verurteilung wegen Betrugs im Zusammenhang mit FTX und der Freiheitsstrafe von 25 Jahren.

Letzter juristischer Schritt

Das mandate ist zwar vor allem ein verfahrensrechtlicher Akt, hat aber klare Wirkung: Es macht die frühere Entscheidung des Circuit endgültig. Für Bankman-Fried bedeutet das, dass das strafrechtliche Ergebnis nun feststeht, sofern nicht doch noch ein weiterer Schritt beim US Supreme Court folgt.

Im Zentrum des Falls steht der Zusammenbruch von FTX, einem der größten Skandale in der Kryptobranche. Bankman-Fried wurde im November 2023 in sieben Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Betrug und Geldwäsche. Nach Angaben der Ermittler waren dabei Milliarden Dollar von Kunden und Investoren missbraucht worden. Der Kollaps von FTX im November 2022 führte zum Verlust von mindestens 8 $ Milliarden (6,9 € Milliarden) an Kundengeldern.

Warum das weiter zählt

Für Kryptonutzer und Unternehmen der Branche bleibt der Fall relevant, weil er zeigt, wie konsequent Aufseher und Gerichte vorgehen können, wenn Kundengelder zweckwidrig verwendet werden. Vor dem Zusammenbruch zählte FTX zu den bekanntesten Namen im Krypto-Sektor, mit weltweiter Reichweite und mehr als 130 internationalen Affiliates. Entsprechend reichten die Folgen und der Reputationsschaden weit über die USA hinaus.

Auch in der öffentlichen Debatte hat der Fall Spuren hinterlassen. Er wurde zu einem wichtigen Bezugspunkt bei Fragen rund um Aufsicht, Governance und die Rolle großer Krypto Exchanges. Die SEC erklärte zudem zuvor, FTX habe den Preis seines nativen Tokens FTT manipuliert. Das hat die Aufmerksamkeit für interne Kontrollen und Token-Strukturen im Kryptomarkt zusätzlich erhöht.

In dieses breitere Durchsetzungsumfeld passt auch das Verfahren gegen Miles Guo, der in den USA in einem Betrugsfall über rund 1 $ Milliarde (0,9 € Milliarden) zu 30 Jahren Haft verurteilt wurde. Solche Urteile zeigen, dass US-Richter in großen Betrugsfällen weiterhin harte Strafen verhängen.


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