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CFTC will Event Contracts als Swaps einordnen

Die Aufsichtsbehörde will Prediction Markets rechtlich unter die Swap-Regeln bringen, was den Streit mit US-Bundesstaaten und Plattformen wie Kalshi und Polymarket verschärfen könnte.

CFTC will Event Contracts als Swaps einordnen

Wichtigste Erkenntnisse

  • Die CFTC hat zwei neue Regeln an das Weiße Haus geschickt, um den rechtlichen Status von Prediction Markets weiter zu schärfen.
  • Die Aufsichtsbehörde will Event Contracts unter die Definition von Swaps bringen und Casino-Style-Gambling-Produkte davon abgrenzen.
  • Die Vorschläge könnten die Position von US-Bundesstaaten in laufenden Rechtsstreitigkeiten schwächen und sind relevant für Krypto-Plattformen wie Kalshi und Polymarket.

Die US-amerikanische Aufsichtsbehörde CFTC hat zwei neue Regeln an das Weiße Haus geschickt, die den rechtlichen Status von Prediction Markets weiter schärfen sollen. Die Vorschläge betreffen Event Contracts. Die Aufsichtsbehörde will sie unter die Definition von Swaps bringen und zugleich von Glücksspielprodukten abgrenzen. Damit treibt die CFTC den Streit mit US-Bundesstaaten über die Aufsicht über diese Märkte weiter voran.

Streit um die Aufsicht

Prediction Markets sind Plattformen, auf denen Nutzer mit Ja oder Nein auf messbare Ergebnisse setzen, etwa bei Wahlen oder Sportereignissen. Die CFTC betrachtet diese Verträge schon länger als Teil ihres eigenen Zuständigkeitsbereichs und beaufsichtigt Prediction Markets seit 2004 über die Swap-Regeln im Commodity Exchange Act. In der Praxis geht es um einen wachsenden Rechtsstreit darüber, ob solche Verträge Finanzinstrumente sind oder doch unter die Glücksspielregeln der Bundesstaaten fallen.

Diese Debatte wurde in den vergangenen Wochen durch widersprüchliche Gerichtsentscheidungen noch schärfer. Eine jüngste Entscheidung des Bundesberufungsgerichts im sechsten Circuit stellte fest, dass Sportverträge auf Kalshi keine Swaps sind und daher unter die Glücksspielregeln der Bundesstaaten fallen können. Zuvor war ein anderer Bundesrichter hingegen zu dem Schluss gekommen, dass Event Contracts sehr wohl unter die Swap-Definition fallen.

Neue Regeln auf dem Tisch

Die CFTC will nun eine neue Regel vorschlagen, die Event Contracts ausdrücklich unter die Swap-Definition bringt. Außerdem arbeitet die Aufsichtsbehörde an einer Interim Final Rule, die sogenannte Casino-Style-Gambling-Produkte aus der Swap-Definition herausnimmt. Beide Vorschläge sind diese Woche beim Office of Management and Budget eingegangen, ein Schritt, der meist kurz vor einer öffentlichen Konsultation erfolgt.

Nach Angaben der Aufsichtsbehörde sind die Vorschläge wirtschaftlich nicht signifikant. Wenn Event Contracts künftig als Swaps gelten und zugleich nicht als Glücksspielprodukte eingestuft werden, könnte das die Position der Bundesstaaten in laufenden Rechtsstreitigkeiten schwächen. Diese Verfahren richten sich oft gegen Plattformen wie Kalshi, aber auch gegen andere Namen wie Polymarket, Crypto.com und Robinhood.

Warum das relevant ist

Für europäische Krypto-Beobachter ist das vor allem relevant, weil Prediction Markets immer häufiger mit Krypto-Infrastruktur und Handelsplattformen zusammenlaufen. Wenn die US-Regeln weiter verschärft werden, könnte das auch beeinflussen, wie große Krypto Event-Contracts und verwandte Plattformen solche Produkte anbieten oder abschirmen. Die Entwicklung ist außerdem wichtig für die breitere Frage, wie viel Spielraum Aufsichtsbehörden bekommen, um neue Marktprodukte unter bestehende Regeln zu fassen.

Die CFTC selbst befindet sich derweil in einer ungewöhnlichen Lage. Präsident Donald Trump hat bislang keine weiteren Kommissare nominiert, sodass Vorsitzender Mike Selig vorerst allein Entscheidungen trifft. Gleichzeitig hat die Aufsichtsbehörde auch einen separaten Vorabprozess für neue Krypto-Regeln beim Weißen Haus eingereicht, auch wenn noch nicht bekannt ist, was darin genau steht.


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